Schüleraustausch RLP-BurgundWir, Zoé (links) und Tamina (10d), erlebten dieses Jahr gemeinsam zwei besondere Wochen im Rahmen des Schüleraustausch-Programms „Anna-Seghers“. Der Austausch wird seit 2004 jährlich durch das Land Rheinland-Pfalz gemeinsam mit der Partnerregion Burgund organisiert.

Bereits in der 9. Klasse nahmen Zoé und ich unabhängig voneinander an dem vierwöchigen, individuellen Austauschprogramm „Romain Rolland“ der gleichen Partnerschaft teil. Beide Teile des Austausches bieten die Gelegenheit, Frankreich besser kennenzulernen, kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich zu erleben und die eigenen Sprachkenntnisse zu verbessern.

In der ersten Woche besuchte ich meine Austauschpartnerin Zoé in Dijon. Samstagmorgens brachten mich meine Eltern nach Trier, dem Sammelpunkt für die Busreise. Ich war sehr aufgeregt und gleichzeitig voller Erwartungen; es machte mir nichts aus, früh aufstehen zu müssen. Nach einer langen Reise (ca. 7h) nach Dijon war es spannend, meine Austauschpartnerin und Gastfamilie kennenzulernen. Es ergab sich ganz automatisch, dass Zoé Deutsch redete und ich Französisch. Nach dem ersten Kennenlernen war ich sehr neugierig auf die bevorstehende Zeit, aber auch erschöpft von den vielen neuen Eindrücken. So schauten wir nach einem gemütlichen Abendessen noch einige französische Videos, bevor wir (beide!) müde ins Bett fielen. Sonntags ging Zoé mit mir, ihren Freundinnen und deren deutschen Austauschpartnerinnen Schlittschuh laufen. Dadurch lernten wir uns vor dem gemeinsamen ersten Schultag bereits etwas besser kennen. Das Schlittschuhlaufen machte viel Spaß, wir alle mussten viel lachen.

 

Am darauffolgenden Tag startete der Schulunterricht im „Lycée Hippolyte Fontaine“ in Dijon. Zwischen den Schulen in Frankreich und Deutschland gibt es einige Unterschiede: Die Schultage sind viel länger, teilweise hatten wir bis 17:00 Uhr Unterricht, daher isst man auch stets in einer Kantine zu Mittag. Obwohl Zoé normalerweise in dem Internat der Schule wohnt, haben es ihre Eltern ermöglicht, dass wir jeden Abend bei Zoé zu Hause übernachten konnten und ich damit auch am Familienleben teilnahm. Dadurch kam ich auch in den Genuss toller französischer „Mehrgängemenüs“ am Abend. Am Mittwoch besichtigten wir das berühmte Museum „Beaux- Arts“ in Dijon, welches eines der ältesten Museen in Frankreich ist. Die Ausstellungen zeigen unter anderem beeindruckende Kunstgemälde des Spätmittelalters sowie Skulpturen des 17.-19. Jahrhunderts. Außerdem beinhaltet das Museum zwei Grabmäler der Herzöge des Burgund aus dem 14./15. Jahrhundert (Philipp II., der Kühne und Johann Ohnefurcht).

Der Ausflug zu Zoés Oma am letzten Tag war ein weiterer Höhepunkt. Wir haben Raclette gegessen und zum Nachtisch gab es „La Gallete de rois“, eine französische Spezialität, die man auch gerne zum Fest der Heiligen drei Könige isst: In dem Kuchen aus Blätterteig wird traditionell stets eine kleine Figur als Glücksbringer versteckt. Wer das Stück mit der Figur bekommt, ist für den Abend der „König“ und bekommt gegebenenfalls sogar eine eigene Krone - das Stück mit der Figur habe (natürlich) ich erwischt, ein toller Abschluss des Aufenthalts in Frankreich!

Direkt im Anschluss reisten Zoé und ich gemeinsam nach Deutschland, wo uns meine Eltern wieder in Trier erwarteten. Zoé verbrachte anschließend eine Woche bei mir und meiner Familie. Wir besuchten in dieser Zeit die Stadt Speyer und besichtigten dort den Speyerer Dom sowie die Ausstellung „Der Medicus“ im Historischen Museum. Da Zoé sehr geschichtsinteressiert ist, waren alle Sprachkenntnisse von Zoé und uns erforderlich, um die interessanten Dinge auch verständlich zu erklären. Außerdem begleitete mich Zoé zum Tennistraining, zum Klarinettenunterricht, zur Orchesterprobe und wir fanden auch noch Zeit zum Shoppen. Ein abschließender Höhepunkt war sicherlich auch die Besichtigung der Kunsthalle Mannheim. Samstags brachten wir Zoé dann wieder zum Sammelpunkt nach Trier, von dort erfolgte die Rückfahrt mit dem Bus nach Dijon.

Es war wirklich eine tolle Zeit mit Zoé! Wir haben zudem weiterhin Kontakt und möchten uns gerne wieder treffen. Abschließend kann ich nur sagen, dass sowohl das „Romain Rolland“-Programm als auch das „Anna-Seghers“- Programm für Schüler der 9. /10. Klasse wirklich empfehlenswert ist.

Tamina (10d)


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