Experimentieren im
Experimentieren im "Home-Labor"

Wissenschaft und Forschung verbinden – besonders deutlich zeigen dies internationale Naturwissenschaftsolympiaden mit Blick auf den Nachwuchs und dessen Förderung in diesem Bereich. In deren Reihe gliedert sich auch die EUSO ein, d.h. die „Europäische ScienceOlympiade“, die sich speziell an Schülerinnen und Schüler bis einschließlich 16 Jahre richtet und jährlich in Ländern der Europäischen Union durchgeführt wird. In Anbetracht der Komplexität und Interdisziplinarität moderner Forschung, die oftmals Kooperation und ein „Über-den-Tellerrand-Hinausschauen“ erfordert, profiliert sich die EUSO als fächerübergreifender, experimenteller Teamwettbewerb. Sie setzt damit bei der Aufgabenkonzeption bewusst die Integration von Biologie, Chemie und Physik zur Problemlösung voraus. Konkret: Ein Dreierteam aus jeweiligen „Experten“ für die genannten Teildisziplinen setzt sich in praktisch-experimentellen Klausuren intensiv mit einer komplexen Aufgabenstellung mit Realitätsbezug auseinander, die sowohl auf die eigenständige Bearbeitung von biologischen, chemischen und physikalischen Teilaufgaben als auch auf das anschließende gemeinsame Lösen des Rahmenproblems abzielt. Zu dem internationalen Wettbewerb treten die teilnehmenden Nationen nach eigenen Auswahlverfahren mit jeweils zwei solcher Teams an (in Deutschland haben die besten „Jungtalente“ aus den dritten Runden der Internationalen Biologie-, Chemie- und PhysikOlympiade sowie der JuniorScienceOlympiade die Chance auf einen Platz im Team).

Ich hatte mich in diesem Jahr durch meine erfolgreiche Teilnahme an der Bundesrunde der IChO (Internationale ChemieOlympiade) zusammen mit 14 anderen „gleichgesinnten“ Jugendlichen für das diesmal virtuell ausgetragene Auswahlseminar im April 2021 zur EUSO qualifiziert (d.h. Experimentalklausuren im „Home-Labor“ bzw. der Küche neben einer Teamklausur als „Online-Escape-LaborRoom“). Am Ende wurde ich tatsächlich mit einer Nominierung als „Chemie-Expertin“ für eines der deutschen Nationalteams belohnt. Normalerweise wäre ich nun zur 19. EUSO (bzw. EOES – „European Olympiad of Experimental Science“) nach Ungarn gefahren, voller Vorfreude auf eine Woche wissenschaftliches „Kräftemessen“ bei Experimenten sowie herausfordernden „Challenges“ und darüber hinaus Kennenlernen und Austausch über das Erlebte mit Teilnehmern aus verschiedensten europäischen Ländern.

Leider ist auch 2021 alles anders und eine offizielle Teilnahme Deutschlands am Wettbewerb nicht umsetzbar. Gerade weil ich in Zukunft nicht mehr wie in den letzten Jahren an den Naturwissenschaftsolympiaden für Schüler teilnehmen kann, sind deswegen ein paar Tränen geflossen. Dennoch bin ich dankbar für die Erfahrungen, die ich nicht nur im Rahmen der EUSO (die insbesondere jungen Schülern die Möglichkeit gibt, sich in einem gesonderten Wettbewerbsformat zu beweisen) sondern allgemein im Zusammenhang mit den verschiedenen ScienceOlympiaden auch im Hinblick auf meine Zukunftsorientierung sammeln konnte. Deshalb möchte ich die Gelegenheit hier nutzen und die Wettbewerbe als einmalige Chance ausdrücklich an alle weiterempfehlen, die Interesse und Leidenschaft für Naturwissenschaften teilen sowie Spaß daran haben, ihren Wissenshorizont außerschulisch zu erweitern und in die Welt der Biologie, Chemie oder Physik einzutauchen, auch wenn man gerade zu Beginn hinsichtlich der anspruchsvollen Aufgaben womöglich über seine Grenzen gehen muss. Man sollte sich nicht scheuen, auch wenn man nur über die Schule hinaus die Herausforderung sucht, denn man lernt in jedem Fall etwas dazu und wächst daran!

Für Interessierte: Nähere Informationen und die Aufgaben zu den aktuellen Runden kann man auf den jeweiligen Webseiten der ScienceOlympiaden finden.

Marlene Maager, Abiturientin 2021


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